Bezirksmuseum Rudolfsheim – Fünfhaus, Straßenbahnen in Wien

Das Bezirksmuseum befindet sich im Parterre des Amtshauses für den 15. Bezirk und ist mit seinen 156 qm nicht gerade das größte, aber eines der aktivsten. Neben der Präsentation von Gegenständen, Fotos und Beschreibung der Bezirksgeschichte  finden immer wieder Sonderausstellungen und Vorträge statt. Allein im Mai waren ein Kultur-Spaziergang, zwei Vorträge über die Straßenbahnen in Wien und ein Vortrag über das unbekannte Sakrale im Bezirk am Programm. Über den Kultur-Spaziergang habe ich bereits berichtet und gestern besuchte ich den zweiten Teil des interessanten Vortrages von Otto Brandtner über die Straßenbahnen in Wien.

Der erste Teil war der Entwicklung der Straßenbahn von der Pferdebahn bis zum zweiten Weltkrieg gewidmet. Im zweiten Teil beschreibt  Otto Brandtner den Wiederaufbau der ganzen Struktur nach den Zerstörungen im zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.

1998 nahmen die ersten Niederflurzüge ULF (Ultra Low Floor) ihren Betrieb auf. Diese barrierefreien Züge von Siemens waren durch den Einsatz einer neuen Technik möglich.

Prüfer hielten in einem 2012 veröffentlichen Bericht fest, dass die Züge sehr wartungsintensiv  sind. Im Jahr 2oo9 standen beispielsweise ein Viertel der Züge in der Werkstatt und für den Fahrbetrieb nicht einsatzbereit.

Nun hat die Konkurrenzfirma Bombardier mit dem „Flexity“ ein Konzept für Wien entwickelt, dass sich durch hohen Fahrkomfort, niedrigen Energieverbrauch, Zuverlässigkeit und attraktive Wartungskosten auszeichnet. Die ersten Züge werden zur Zeit getestet und sollen im Herbst den Betrieb aufnehmen.

Einmal mehr hat sich gezeigt, daß das Museum“vor der Haustür“ mit dem gemütlichen Buffetraum ein lebendiges Diskussionszentrum für Kultur, Kunst und Technik ist.

 

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