Die „Gräfin“ mit den fürstlichen Preisen

Bei einem Spaziergang am Naschmarkt letzten Freitag  Vormittag, wollte ich den überhöhten Preisen direkt im Markt ausweichen und kam dabei vom Regen in die Traufe. Als neu zugereister  Kärntner landete ich ausgerechnet bei der „Gräfin vom Naschmarkt“, wo ich das bisher teuerste Krügerl Bier von Wien getrunken habe. Im Vorgarten wurde sofort abkassiert, was ich noch in Ordnung fand. Als ich aber den Preis von 5.9o Euro hörte, glaubte ich mich vorerst verhört zu haben. Nachdem ich  einem Kassabon verlangt habe, wurde mir  nach einiger Zeit  eine handgeschriebene Quittung auf den Tisch gelegt.

Am Nebentisch wurde ein „armer Steirerbua“ von zwei Schwarzafrikanern offensichtlich ausgenommen und ein Passant, dem dies ebenfalls aufgefallen war und den Burschen warnen wollte, wurde vom Chef des Hauses aufgefordert weiter zu gehen und sich nicht in seine Geschäfte einzumischen. Ich tröstete mich anschließend im „Cafe Gemütlichkeit“ in der Gablenzgasse  bei einer Flasche „Gösser“ zum Happy Hour Preis von 1.50 Euro.

Fazit: Die Gräfin mit den fürstlichen Preisen besser meiden!

Frühling im 15.Bezirk

Sommer, Herbst und Winter habe ich als „Zuagraster“ im 15. Wiener Gemeindebezirk schon erlebt, heuer erstmals auch den Frühling. Diesmal habe ich mich auch ein wenig in den Innenhöfen und auf der Schmelz umgesehen und war überrascht, wie schön das Frühlingserwachen auch in der Stadt sein kann.

Im Innenhof eines Gemeindebaues

P1250383P1250384P1250382Am Hundertwasserplatz

P1250386P1250387Auf der Schmelz

P1250390P1250391P1250395P1250396P1250397Ein Seitenblick in die Gablenzer- Straße

P1250399P1250402Im Reithoffer-Park

P1250407P1250410In der  Markgraf Rüdigerstraße und am Krimhildplatz

P1250468P1250470P1250464P1250466In der Hütteldorferstraße

P1250441P1250442P1250448P1250454P1250412 P1250415Frühlingserwachen auch auf dem Balkon vom Raunzer

P1250416Die Christkönigskirche einmal von einer anderen Seite

P1250425Die Stadthalle

P1250427Die Stadthalle eingebettet zwischen Vogelweidpark und Märzpark

P1250432Der Märzpark

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Nun sind wir schon ganz nahe bei der „Lugner City“ und auch die Wahlplakate erinnern  an den nächsten Sonntag.

Hundsdorfer ist mit Sicherheit für Österreich

P1250456Bei der Karriere,  vom Bürolehrling in der Gemeinde über die sozialistische Gewerkschaft zum Sozialminister, ohne sich je um einen Job  in seinem erlernten „Beruf“ bewerben zu müssen, wäre ich auch „mit Sicherheit für Österreich“.

Der Lugner, ebenfalls Präsidentschaftskandidat, hat es zwar ohne Gewerkschaft und Politik auch zu was gebracht, in die Hofburg wird`s  aber wohl keiner von beiden schaffen.

„WIR“  bleiben jedenfalls Naturliebhaber und erfreuen uns am Frühling

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Schmuckstück und Schandfleck in der Wiener Bezirkszeitung

Die Bezirkszeitung, die jeden Mittwoch gratis im Briefkasten liegt, bereitet mir immer wieder viel Vergnügen. Besonders die Rubrik „Schmuckstück und Schandfleck“ lese ich gerne. Was aber eine, vermutlich von Vandalen eingeschlagene Glastüre mit einer unschönen, als Schmuckstück bezeichnete Fassadengestaltung zu tun hat, ist mir ein Rätsel.

P1250370Mein einziger Erklärungsversuch:  Dem Malermeister ist während der Arbeit die Farbe ausgegangen.  Als Schmuckstück würde ich diese Hausfassade jedenfalls nicht bezeichnen.

Der Raunzer.

 

Ostern in der Basilika Maria Treu in der Piaristengasse

Einer der schönsten Barockkirchen in der Nähe des Nibelungenviertels ist wohl die Piaristenkirche Maria Treu in der Josephstadt von Lucas von Hildebrand.

P1250362Hervorzuheben ist auch die wunderschöne Orgel in der Kirche, des aus Schlesien stammenden Orgelbaumeisters Buckow, die auch noch von Anton Bruckner gespielt worden ist.

P1250366Nicht nur durch die Nachbarschaft zum Theater in der Josefstadt, sondern auch im Zusammenhang mit den Klostergebäuden des Schulordens der Piaristen wurde die Kirche zu einem kulturellen Zentrum , in der auch regelmäßig konzertante Aufführungen des Piaristenchores stattfinden. Die nächsten Termine sind die „Johannes Passion“ von J.S.Bach am Freitag, dem 25.März um 18.00 Uhr, eine Abendmesse mit Chor und Orchester, sowie die „Theresienmesse“ von J.Haydn am Sonntag, dem 27.März um 9.30 Uhr, ein Hochamt, ebenfalls mit Chor und Orchester. Beide Veranstaltungen bei freiem Eintritt.

Steffl schau oba

P1250218Es tut sich was im Nibelungenviertel und vor dem Parlament

Am Samstag, dem 13. Februar trafen sich die Gäste  im  Cafe Kriemhild unter Aufsicht der gestrengen Klosterfrau Gina zum Karaoke.

P1250233P1250238Am darauf folgendem Sonntag versammelten sich etwa 150 Teilnehmer zu einer Demo gegen Gewalt an Frauen vor dem Parlament.  Zu einer Geld-Sammelaktion  wurde die Demo von AktionistInnen der „Neuen Linkswende“, eine ultralinke Gruppe, welche  die FPÖ aus dem Parlament vertreiben und den „blauen Müll“ in braunen Säcken entsorgen will. Soviel zu dieser „demokratischen Gruppe“ die 30 % der österreichischen Wählerschaft als Müll bezeichnet.

P1250239Andere bieten leckere Speisen aus den Müllsäcken an.P1250241P1250240Die Plattform für eine menschliche Asylpolitik wiederum heißen  alle Flüchtlinge willkommen, egal ob sie von Krieg, politischer Verfolgung, wirtschaftlicher Zerstörung oder aus anderen Gründen zur Flucht gezwungen werden. Weiters werden Qualitätsstandards bei Unterkünften, sowie eine rasche Öffnung des Arbeitsmarktes für Flüchtlinge gefordert.

Ein buntes Häuflein von Anarchisten, Weltverbesserern und alternden Hippies hat sich hier vor dem Parlament versammelt in der Hoffnung, dass Tausende ihren Aufrufen folgen und für ihr Engagement Spenden erhalten.

P1250252P1250253P1250251P1250250P1250249P1250248P1250245P1250243P1250242Blind für die Sorgen der eigenen Bevölkerung?

 

100 Jahre „Dada“ und der Künstler Christoph E. Exler

Katrin Fessler aus Zürich schreibt im „Standard“ anlässlich des 100 jährigen Bestehens von Dada:

„Man muß Dada nicht verstehen, um Dada zu lieben“. Ich meine, es sollte umgekehrt heißen: „Man muß Dada nicht lieben, um Dada zu verstehen“.

Die Antikunst gegen die etablierte Kunstszene hat in den Wirren des 1.Weltkrieges 1916 einen Namen bekommenn, wenngleich es im Frankreich des 19. Jahrhunderts längst die Künstlerboheme, eine Lebensform als aktiven Protest gegen vorgefasste Meinungen und gesellschaftliche Zwänge gegeben hat. Seither taucht diese Lebensform immer wieder auf in Zeiten des Wohlstandes als Protest gegen die Verantwortungslosigkeit  und den geistigen Stillstand in Gesellschaft und Politik und deren „Expertengläubigkeit“.

War es Bestimmung oder Zufall, dass ich just am 100sten Namenstag von Dada im Cafe Hawelka mit dem renommierten Künstler Christoph E. Exler zusammentraf?

P1250225Im „Allgemeinen Lexikon der Kunstschaffenden in der bildenden und gestaltenden Kunst des ausgehenden XX. Jahrhunderts“ ist über Christoph. E. Exler zu lesen:

Am  7.7.1948 in Wien geboren, Studium an der Höheren Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt für graphische Künste (Photographik bei Prof. Ernst) und an der Akademie für angewandte Kunst (Graphik und Illustration bei Prof. Schwarz, Theorie der Form und Farbe bei Prof. Tasquil und Malerei bei Prof. Wolfgang Hutter) in Wien. Seit 1973 zahlreiche Ausstellungen in Österreich, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich, Schweden, Finnland, Jugoslawien, Korea, Kanada, Russland,  USA, Kuba, Japan, England, Tschechien, Slowakei. Vertreter Österreichs bei internationalen Gruppenausstellungen, Symposien und Biennalen für Grafik, Malerei und Bildhauerei. Theodor Körner- Staatspreisträger für bildende Kunst 1986. Zahlreiche Werke in öffentlichen Sammlungen des In- und Auslandes. Seit 1989 Gründung und Leitung von Symposien in Wagrain, Kaisersteinbruch, Wien. (Verkürzte Wiedergabe des Inhaltes).

Wer den Künstler kennenlernen will, kann ihn jeden 14. des Monats um 19 Uhr im Cafe  Hawelka bei der Signierstunde des Buches über das Cafe Hawelka treffen.

 

 

 

2800 Polizisten 5000 ultralinke Demonstranten und ein Ball

Der Raunzer hat sich den letzten Kommentar den Opernball und Lugner betreffend zu Herzen genommen und die Demo gegen den Akademikerball angeschaut. Berichte darüber erübrigen sich, die kann man heute in allen Tageszeitungen lesen.

P1250202Bereits am Mittwoch hat die „Offensive gegen Rechts“ und die Sozialistische Linkspartei“ -der Raunzer kennt keine davon- zum Protest gegen den  FPÖ Burschenschaftler  Ball in der Hofburg aufgerufen. Gerechnet wurden laut Magdalena Augustin, Organisatorin der Demo, mit 10.000 Teilnehmen.  Wen wunderts also, dass die Regierung 2800 Polizisten abgestellt hat, um das Ganze nicht ausarten zu lassen, wie in den Jahren zuvor, wo es Verwüstungen von Geschäften und Verletzte gegeben hat.

Der Raunzer hat die Demo wie folgt miterlebt:

Um 15.30 Uhr traf sich eine Gruppe  von etwa 50 Links-Sozialisten am Wallensteinplatz , denen ebensoviele Polizisten gegenüberstanden.

P1250119P1250122P1250125Nach dem allgemeinen Gerede von Sozialabbau, den ja die Sozialisten mit ihrem Sozialminister Hundsdorfer selbst mitverursacht haben, setzte sich das Häuflein, eskortiert von der Polizei  in Richtung Universität in Bewegung.

P1250134P1250137P1250138Vor der Universität warteten mittlerweile schon mehr Demonstranten. Laut Schätzung der Polizei etwa 5ooo, denen 28oo Polizisten, aufgeteilt auf die ganze Innenstadt gegenüber standen, bzw den Umzug begleiteten.

P1250145P1250150Die Redner hier gingen allerdings ans „Eingemachte“ und polterten nur mehr über die FPÖ, immerhin eine demokratisch gewählte Partei.

P1250160P1250166P1250152Erst als ich die Transparente und Taferln der Demonstranten sah und ihre Sprechchöre  hörte, wurde mir der Polizei-Einsatz klar. Viel zu viele rote Fahnen mit  Sternen, Sichel und Hammer habe ich gesehen.

P1250181P1250198P1250191P1250168Haben die jungen Menschen immer noch nicht begriffen, dass sie nahe daran sind, etwas herauf zu beschwören, was keiner mehr will?  Sie wollen eine Partei aus der Hofburg und dem Parlament vertreiben.  Beides gehört nicht einer Partei, sondern seit Abschaffung der Monarchie dem Volk. Wenn hier jemand undemokratisch ist , dann seid es ihr Demonstranten.

Aufmärsche waren mir immer schon suspekt und haben auch schon genug Unheil über die Menschheit gebracht. Demonstrationen ja, Aufmärsche gegen eine demokraisch gewählte Partei nein!

Falls ein FPÖ-ler Bundeskanzler wird, wollt ihr dann das Parlament abschaffen und die Regierung vertreiben und so einen Bürgerkrieg riskieren?

Um es mit den Worten Kreiskys zu sagen:  Lernt Geschichte!

PS. Als alter Lateiner-nicht Burschenschaftler-ist mir das Gaudeamus, sowie unsere Bundes-und Europahymne immer noch lieber als die kommunistische Internationale.

 

 

 

Gedanken zu Lugner und dem Opernball

Heuer feiert der Wiener Opernball, angeblich einer der weltweit elegantesten Bälle, sein 60-jähriges Jubiläum. Neben Politikern,  Wirtschaftsbossen, Künstlern und Sportlern beehrt  seit ca. 20 Jahren auch Richard Lugner samt Anhang den „Ball der Bälle“  mit seiner Anwesenheit.

Demonstranten finden sich keine mehr ein, weil der Ball ohnehin nur mehr von Besuchern wie Lugner und dem neuen „Nadelstreifproletariat“aus Politik und  neoliberaler Wirtschaft bevölkert wird. Angriffsziel der neuen Linken ist  seither der Akademikerball, der zu einem Sammelbecken ehemaliger deutschnationaler Burschenschaftler verkommen ist.

Der Raunzer ist gestern in der „Lugner City“ zufällig Zeuge des peinlichen Auftrittes der halbseidenen Society rund um Lugner bei der Wahl seiner „Opernballprinzessin“ geworden.

 

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Selbst die anwesende Kundschaft der Lugner City hat den Auftritt in der untersten Etage (Bühne) nur lächerlich und peinlich gefunden.